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„Wettbewerbsbeitrag Mahnmal für Deserteure des Nationalsozialismus, Bregenz, 2014


Perspektivenwechsel
oder: Die Rechtfertigung der „Anderen“

Dachkonstruktion: Stahlgerüst 1200x800x35 cm
Unterseite: spiegelnd polierte Feinmetallplatten
Dachhaut: Schindeln

Schmal ist der Grat zwischen richtig und falsch, oft auch eine Entscheidung zwischen Leben und Tod; gleichgültig ob Soldat, Deserteur oder mutige BürgerIn. Während es zum Zeitpunkt des Krieges ein Gegeneinander ist (das, auch taktisch konstruiert, das „Schmiermittel“ eines jeden Konfliktes ist), muss es mit ideologischer und historischer Distanz ein diskursives Miteinander sein um:

* Ursachen und Fehler reflektieren zu können
* Die eigene Position zu hinterfragen, anstatt an festgefahrenen Standpunkten festzuhalten
* Eine entwicklungsfähige Perspektive für die Zukunft anzuregen


Anstatt Orte des (Ver-)Schweigens (Krieg) der jeweils Anderen zu schaffen, wird ein Ort der Kommunikation (Friede) geschaffen

* Es treffen die Namen der Deserteure, Dissidenten und mutigen Zivilpersonen (neue Inschriftentafel mit Namen rund um den Sockel) auf die Namen der gefallenen Soldaten (auf den Stelen des bestehenden „Kriegerdenkmals Galluskirche“)

* Ein gemeinsames Dach verbindet in seiner schützenden Funktion, symbolisch auch als Medium historischer Distanz, Positionen des Widerstandes mit den Positionen der Affirmation

* So wie die gewölbten, spiegelnden Platten des Daches das darunterliegende Kriegerdenkmal, die Umgebung, wie auch die BetrachterIn selbst nur verzerrt wiedergeben, so sollen auch scheinbar endgültige und wahre Standpunkte im Akt der Annäherung reflektiert und überprüft werden.